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SRH JAHRESBERICHT 2024 – 25
INNOVATION GESTALTEN
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Neue Hoffnung bei Hautkrebs: mRNA-Therapie am
SRH Wald-Klinikum Gera
S
eit Jahren schon forscht die Wissenschaft an mRNA-Impfstoffen gegen schwere
Krankheiten. Die Covid-19-Pandemie hat diesen Ansatz ins Licht der Öffentlichkeit
gerückt. Jetzt arbeiten Forscherinnen und Forscher mit neuen Ressourcen an einem
alten Ziel: der mRNA-Impfung gegen Krebs. Sie gilt inzwischen als Hoffnungsträger
in der Onkologie. Nun eröffnet unser Zentrum für klinische Studien am SRH Wald-Klinikum
Gera erstmals Patient:innen mit schwarzem Hautkrebs den Zugang zu dieser neuen Behandlungsmöglichkeit.
Individuell und begleitend: eine Impfung, die dem Immunsystem hilft
Die Therapie ist keine vorbeugende Impfung im klassischen Sinne. Sie soll das Immunsystem
aktivieren, damit es wiederkehrende Tumorzellen besser erkennt und bekämpft. Der Hintergrund: Unser Immunsystem ist eigentlich darauf programmiert, fremde oder beschädigte Zellen zu erkennen und zu beseitigen. Das Tückische an Krebszellen ist, dass sie Mechanismen
entwickeln können, um dieser Erkennung zu entgehen. Der mRNA-Impfstoff greift genau dort
ein: Er dockt an den Krebszellen an und zeigt dem Immunsystem, wo es angreifen soll.
Geeignet ist die Behandlung für Menschen, deren malignes Melanom operativ entfernt wurde,
bei denen aber ein erhöhtes Rückfallrisiko besteht. Weil sich die Angriffspunkte der Krebszellen von Mensch zu Mensch unterscheiden, ist jeder mRNA-Krebsimpfstoff individuell gefertigt.
Aus einer Gewebeprobe des Tumors werden gemeinsam mit der DNA der Patientin oder des
Patienten die spezi昀椀schen Mutationen identi昀椀ziert, die Krebszellen von gesunden Zellen unterscheiden. Darauf aufbauend wird ein individuelles mRNA-Molekül hergestellt und zu Impfstoff
verarbeitet. Damit erhält der Körper eine Art Bauplan für die Struktur, die das Immunsystem
erkennen und gegen die es vorgehen kann.
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