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Ein zukunftsweisendes Therapiekonzept für die Rehabilitation
Das Ganglabor schließt diese Lücke konsequent. Die Innovation liegt dabei
nicht in einem einzelnen Gerät, sondern in einem robotergestützten Therapiekonzept, das drei unterschiedliche Systeme erstmals systematisch in einem
gemeinsamen Behandlungsansatz vereint.
Messbare Fortschritte und ein klarer Nutzen für Patient:innen
Die Wirkung des Ganglabors ist messbar – und für Patient:innen unmittelbar
Alle Geräte sind fest in ein einheitliches therapeutisches Gesamtkonzept ein-
spürbar. Die Auswertung der bisherigen Behandlungen zeigt: Bereits in der
gebunden – abgestimmt auf den funktionellen Status der Patient:innen und
ersten Trainingseinheit werden im Durchschnitt 562 Schritte erreicht, in der
ihren individuellen Rehabilitationsverlauf. Die Zuteilung erfolgt über das stan-
siebten Einheit mehr als 1000 Schritte. Damit erfüllen Patient:innen nicht nur
dardisierte Leit-Assessment der Functional Ambulation Categories (FAC). So
die Leitlinie, sondern übertreffen sie deutlich. Zum Vergleich: Vor der Einfüh-
wird sichergestellt, dass jede:r Patient:in genau das Training erhält, das zur
rung des Ganglabors lagen die Werte bei rund 40 Schritten in der ersten Ein-
jeweiligen Phase der Rehabilitation passt:
heit und etwa 60 Schritten in der siebten Einheit. Für Patient:innen ist dieser
— Patient:innen ohne Gehfähigkeit erhalten im Gangtrainer ein sicheres,
Wiederholungen, unterstützt das Training des Gehens und stärkt das Vertrau-
geführtes Gehtraining. Beinbewegungen werden unterstützt und das
en in die eigene Bewegungsfähigkeit. Sichtbare Fortschritte wirken motivie-
Körpergewicht teilweise übernommen, sodass erste Schrittfolgen
rend und fördern die aktive Beteiligung an der Therapie – ein zentraler Faktor
kontrolliert, wiederholt und angstfrei eingeübt werden können.
für nachhaltige Mobilitätsgewinne.
Unterschied entscheidend. Die hohe Schrittzahl ermöglicht zahlreiche sichere
— Patient:innen mit zunehmender Gehfähigkeit trainieren auf dem Laufband mit Aufhängung. Ein Teil des Körpergewichts wird entlastet, um
das Gehen stabil, rhythmisch und mit steigender Schrittzahl zu üben –
ohne Überforderung oder erhöhtes Sturzrisiko.
— Patient:innen mit Gehfähigkeit und erhöhtem Sturzrisiko verbessern
auf dem Perturbationslaufband gezielt Gleichgewicht und Reaktionsfähigkeit. Während des Gehens werden kontrollierte, unvorhersehbare Störungen ausgelöst, um Sicherheit und Stabilität im Alltag zu
fördern.
Für Patient:innen bedeutet dieses Konzept: kein Über- und kein Unterfordern,
sondern ein strukturiertes und sicheres Training, das den jeweils nächsten Entwicklungsschritt gezielt unterstützt. Das Ganglabor kommt dabei nicht nur
bei Schlaganfallpatient:innen zum Einsatz. Auch Patient:innen mit Parkinson,
mit Multipler Sklerose, nach einem Schädel-Hirn-Trauma oder nach einer
Querschnittlähmung werden im Ganglabor behandelt.
» Die Innovation im Ganglabor liegt nicht in
den Geräten, sondern in dem einzigartigen
Konzept dahinter. Drei Systeme sind so
miteinander verknüpft, dass Patient:innen
in jeder Phase das Training erhalten, das
sie gezielt voranbringt – evidenzbasiert,
sicher und wirksam. «
ANJA LANGENBACHER
TEAM INNOVATION UND FORSCHUNG
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