260704_RZ_SRH_Jahrbuch2026_Web - Flipbook - Page 105
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Sicherheit durch digitalen Medikationsprozess
Die Medikation gehört zu den häu昀椀gsten und gleichzeitig fehleranfälligsten Prozessen im Krankenhaus. Von der
ärztlichen Verordnung über das Richten bis zur Verabreichung muss jeder Schritt stimmen. Mit der konzernweiten Einführung von ORBIS Medication und dem darauf aufbauenden Closed-Loop-Medication-Prozess schaffen
wir hierfür eine moderne, digitale Grundlage. Gleichzeitig erfüllen wir damit die gesetzlichen Anforderungen des
Krankenhauszukunftsgesetzes und sichern Fördermittel, während Erlösabschläge vermieden werden.
ORBIS Medication läuft heute an neun von zehn unserer Akutstandorte. Es unterstützt die elektronische Verordnung ebenso wie die p昀氀egerische Dokumentation, prüft automatisch auf Wechselwirkungen, Allergien und
Kontraindikationen und stellt alle relevanten Informationen jederzeit vollständig zur Verfügung. Was früher
manuell abgeglichen werden musste, steht heute systemgestützt bereit.
Der nächste Schritt ist die Implementierung des Closed-Loop-Medication-Prozesses. Dabei sorgt eine barcode- und scannerbasierte Begleitung dafür, dass Patient:in, Medikament und verabreichende Person eindeutig zusammengeführt werden. Die Dokumentation läuft automatisiert im Hintergrund. Seit April 2025 erproben wir das System im SRH Klinikum Burgenlandkreis. Die Rückmeldungen aus unserem Pilotklinikum sind
eindeutig. Der Scanner wirkt als Unterstützung, nicht als Zusatzaufwand. Er schafft Sicherheit, ohne den Ablauf zu bremsen. Der konzernweite Roll-out folgt 2026.
Möglich wird dieser Fortschritt durch ein breites Netzwerk aus Projektleitungen, Super-Key-Usern, P昀氀egekräften, Ärzt:innen sowie Apotheker:innen, die den Veränderungsprozess von Anfang an mitgestalten.
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Digitaler Stationsalltag – neue P昀氀egeplanung und P昀氀egedokumentation
Wer p昀氀egt, leistet täglich enorm viel. Dass diese Leistung auch transparent, vergleichbar und
fair abgebildet wird, war lange nicht selbstverständlich. Mit der konzernweiten Einführung einer einheitlichen digitalen P昀氀egedokumentation auf Basis von epaCC und LEP ändern wir das.
Zuvor arbeiteten unsere Einrichtungen mit unterschiedlichen Systemen, teils digital, teils noch
auf Papier. Das erschwerte den Vergleich zwischen Häusern, die einheitliche Auswertung p昀氀egerischer Leistungen und die Erfüllung neuer gesetzlicher Vorgaben wie der P昀氀egepersonalregelung PPR 2.0. Die neue Lösung schafft hier Klarheit: P昀氀egeleistungen erfassen wir strukturiert und minutengenau, P昀氀egeplanung und Dokumentation folgen konzernweit denselben
Standards.
Für Patient:innen bedeutet das eine bedarfsgerechtere Versorgung, deren Planung ihre individuelle Situation klar abbildet. Für P昀氀egekräfte bedeutet es mehr Übersicht im Stationsalltag,
weniger Doppelaufwand und die Möglichkeit, den eigenen Arbeitsaufwand sichtbar in die Personalplanung einzubringen. Technisch läuft alles über ORBIS, das Krankenhausinformationssystem des IT-Partners Dedalus, der sein System kontinuierlich weiterentwickelt und damit die
Zukunftssicherheit der P昀氀egedokumentation langfristig gewährleistet.
Ausblick: digitale Unterstützung in der Onkologie
Unser SRH Wald-Klinikum Gera startete im März 2025 mit dem Pilotprojekt, das Klinikum
Ab 2026 startet mit „Resilience“ ein Telemonitoring-System in Pilot-
Karlsbad-Langensteinbach folgte im April. Der Roll-out läuft seitdem schrittweise weiter und
projekten an unseren SRH Kliniken in Gera und Sigmaringen. Ziel ist es,
schließt bis Ende März 2026 alle Häuser ein. Auch nach Abschluss des Roll-outs 昀氀ießen Rück-
Patient:innen während der Krebstherapie kontinuierlich zu begleiten, Sympto-
meldungen aus der Praxis kontinuierlich in die Weiterentwicklung des Systems ein. Auf diese
me frühzeitig zu erkennen und Behandlungen noch individueller anzupassen.
Weise wird das System ständig weiterentwickelt und die Dokumentation konsequent an den
Anforderungen des Stationsalltags ausgerichtet.
Über eine App können Patient:innen ihren Gesundheitszustand regelmäßig
dokumentieren. Die Daten werden in Echtzeit ausgewertet und unterstützen
das Behandlungsteam dabei, schnell und gezielt zu reagieren.
So entsteht eine digitale Begleitung, die Sicherheit im Alltag erhöht, Klinikaufenthalte reduziert und die Lebensqualität während der Therapie nachhaltig stärkt.
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